Eure Reisestorries

Eine schöne Traktorreise von Johann Liebl im Sommer 2011 mit seinem Fendt und Wohnwagen.

 

 

 

 

 

 

 

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Johann Liebl Tour

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Traktorreisen Bericht John Deere von Siggi Brunkhorst aus Ahlerstedt-Oersdorf

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Ein Traktorreise von Josef Karl aus Freising (Deutschland, Oberbayern) mit seinem Deutz D40, Baujahr 1965, und seinem selbst gebauten Haus auf Rädern zum Großglockner und zurück

14.09.09 Vorbereitungen

Bereits zum 3. Mal  in Folge machte ich mich auf den Weg zum Glockner. Mir ging es heuer genauso wie jedes Jahr. Bereits Wochen vorher verspürte ich einen inneren Drang mich auf den Weg zu machen. Mir steht eine 12-stündige Fahrt verteilt auf zwei Tage bevor. Aber DER BERG RUFT.

Am Montag, bei den Vorbereitungen, verspürte ich eher ein lustloses, unangenehmes Gefühl da kurzfristig mein Traktorfreund Hans wegen Krankheit nicht dabei sein würde. Trotzdem, mein selbst gebautes, abnehmbares Holzhaus, das ich bei Nichtgebrauch in meiner Halle lagere, musste ich zuerst per Flaschenzug auf meinen Humbaur Autoanhänger heben. In meiner Holzkiste die auf der Anhängerdeichsel montiert ist, verstaute ich Abdeckplanen, Unterleghölzer und Werkzeug jeder Art um für alle Fälle gerüstet zu sein. Im Haus selbst habe ich einen Schrank und ein offenes Regal in das warme Winterkleidung, Schuhe, Waschzeug und alles und was ich sonst noch dachte, dass ich es brauchen könne verstaute.
Selbst mein warmes Winterbett hatte ich aus dem Keller geholt und dachte an letztes Jahr, als es sehr regnerisch und vor allem bitterkalt war.

Schließlich tankte ich noch voll, überprüfte Öl, Luft und Licht und befestigte den vorab bestellten Großglockner-Flyer hinten an der Tür und sagte zu mir: Jetzt ruft der Berg.


Die Strecke von Kreuzlingen in der Schweiz nach Gutach im Kinzigtal kann man mit einem Auto in rund zwei Stunden schaffen. Man kann aber auch drei Tage dafür benötigen. So wie fünf Freunde aus der Schweiz, die am Dienstagabend auf ihrer Reise nach Gutach im Kinzigtal in St. Georgen Rast machten. Allerdings reiste die Truppe nicht im Auto, sondern mit Traktoren und umgebauten Zirkuswagen durch die Lande.
„Wir machen es gemütlich und man sieht viel mehr“, erklärt Ernst Thalmann mit eidgenössischer Gelassenheit. Bei einer durchschnittlichen Reisegeschwindigkeit von 25 Stundenkilometern bleibt genügend Zeit, sich die Schönheit der Baar und des Schwarzwaldes anzuschauen. Am Sonntag brach die Gruppe in Tägerwilen, direkt an der Grenze zu Konstanz, auf. Am Dienstagabend hatten sie St. Georgen erreicht.
Auf dem Wohnmobilstellplatz beim Klosterweiher bauten sie ihr „Camp“ auf. Unterwegs ist die kleine Grupppe mit drei Traktoren und zwei Wohnanhängern. „Wir sind Mitglieder des Clubs Freunde alter Landmaschinen“, verrät Jörg Schweizer. Mit ihm unterwegs sind neben Ernst Thalmann und dessen Frau Hedi auch Walter und Lilly Eichenberger. „Wir gehen ein bis zwei Mal im Jahr auf Tour“, sagt Schweizer. Den Schwarzwald bereiste die Gruppe allerdings zum ersten Mal. Das Ziel der aktuellen Reise sind die Vogtsbauernhöfe in Gutach. Eine Reiseroute ausgearbeitet haben sie allerdings nicht.
Wir planen viel nach Zufall“, lacht die Gruppe, während Lilly Eichenberger im Ofen des großen Wohnanhängers ein Feuer entfacht. Kurz darauf lässt die gemütliche Wärme die Reisenden die eisige Kälte schnell vergessen, der sie tagsüber auf dem Traktor ausgesetzt waren. „Wir sind heute aus Bad Dürrheim hergekommen“, sagt Walter Eichenberger. Obwohl die fünf Schweizer erst kurz davor angekommen sind, haben sie bereits den St. Georgener Stadtkern besichtigt. „Da gehen wir heute Abend noch Pizza essen“, freuen sie sich auf ein warmes Abendessen in einer warmen Gaststube.
Wenn das Reisequintett auf Tour ist, zieht es nicht nur wegen der Traktoren die Blicke auf sich, sondern vor allem wegen der auffälligen Reisemobile. „Das sind umgebaute Zirkuswagen, die früher dem Zirkus Stein in der Schweiz gehörten“, sagen die Reisenden nicht ohne Stolz. Allerdings wurde die Innenausstattung nach eigenem Geschmack umgebaut und erinnert heute an einen modernen Campingwagen mit großer Sitzecke, voll ausgestatteter Küche und Schlafgelegenheit.
Bereits am nächsten Morgen machte sich der kleine Konvoi wieder auf den Weg, um gegen Nachmittag das Ziel, die Vogtsbauernhöfe in Gutach. zu erreichen. „Dann fahren wir wieder heim.“ Dass die Reise von St. Georgen ins Kinzigtal praktisch nur noch bergab geht, freute die Gruppe übrigens nur mäßig. „Das rächt sich dann doch auf der Rückfahrt, dann geht es alles bergauf“, dachten Jörg Schweizer und seine Reisebegleiter daran, dass die Reisegeschwindigkeit nach Hause wohl deutlich absinken wird.