Anhänger

Alle Infos ohne Garantie und Vollständigkeit.

Hier mein ehemaliger Holz Zirkuswagen

 

Grundsätzliches: Maximale Länge 12m x 2,55m Breite x 4,0m Höhe. Sonderbreite max 3m mit gelben Blinkleuchten! 13,50 m Länge nur Schausteller Anhänger.

Auflaufgebremste Anhänger sollten das Gewicht des ziehenden Traktors nicht Überschreiten, sonst kann bei steilen Bergauffahren der Traktor beim Anhalten das Anhänger Gewicht nicht mehr Bremsen und es geht unkontrolliert rückwärts Bergab.

Steuer:

37.- je Tonne zgg

Bremsen:

Auflaufgebremst: 25 km/h , nur eine Achse gebremst.

Auflaufgebremst: 40 km/h möglich, maximal 8 Tonnen zgg ,beide Achsen gebremst ( Bauwagen oder Landwirtschaftliche Anhänger )

Auflaufgebremst 80 km/h: Zugelassen – nur bis 3,5 Tonnen zgg. ( PKW Anhänger 3 Achser – 3000kg zgg 2 Achser auch 100 km/h Zulassung möglich ! )

Über 3,5 Tonnen zgg. und 60km/h oder 80km/h Zulassung nur mit Zweileitungs Druckluft Brems Anlage.( 80 km/h zusätzlich ABS ab Bj 1990 ) auch 25 km/h und 40 km/h Zulassung möglich.

Einkreis Druckluft Bremsanlagen nur noch maximal 25 Km/h Zulassung möglich.

Einleitungsbremse
Über einen Luftschlauch wird die Anhängerbremsanlage mit Luft versorgt, solange der Zug nicht gebremst wird. Beim Bremsen fällt der Druck in dieser Leitung von max. 5,3bar je nach Stärke der Bremsung bis auf 0bar ab. Der Druckabfall bewirkt, dass die Anhängerbremse über den Druck im Vorratskessel des Anhängers ausgelöst wird.
Hier zeigt sich schon der entscheidende Nachteil der Einleitungsbremse:
während der Bremsung kann der Vorratskessel des Anhängers nicht mit Luft versorgt werden, bei längeren Bergabfahrten mit Dauerbremsung ist der Vorratskessel irgendwann leer und die Anhängerbremse funktionslos. Deshalb sind Einleitungsbremsen im Bereich der STVZO nur noch an Anhängern mit einer Betriebsgeschwindigkeit von max. 25km/h erlaubt (unabhängig davon, ob es sich um zulassungsfreie oder zulassungspflichtige Anhänger handelt)

Zweileitungsbremse
Wie der Name schon sagt, führen 2 Luftleitungen zum Anhänger, 1 Vorratsleitung (rote Kupplung) und 1 Steuerleitung (gelbe Kupplung).
Über die Vorratsleitung wird der Vorratskessel des Anhängers permanent mit Druckluft versorgt.
Die Steuerleitung ist normalerweise drucklos, bei einer Bremsung steigt der Druck in der Steuerleitung bis zum Betriebsdruck von 7,3bar an und löst die Anhängerbremsung aus. Auch während der Bremsung wird der Vorratskessel des Anhängers weiterhin mit Druckluft aus der Vorratsleitung versorgt.
Hinweis: die „Schweizer Variante“ arbeitet mit Druckabfall in der Steuerleitung, nicht wie die oben beschriebene EG-Bremsanlage mit Druckaufbau. Diese Bremsanlagen sind nicht kompatibel zu den EG-Zweileitungsbremsen.

Umbau Einleitungsbremse auf Zweileitungsbremse
Bis in die 1960er Jahre war die Einleitungsbremse Stand der Technik. In den 1970er Jahren wurde die Zweileitungsbremse für Anhänger mit einer bbH > 25km/h vorgeschrieben. Das führte dazu, dass Zehntausende LKW-Anhänger umgerüstet werden mussten. Dazu wurde das Anhängerbremsventil getauscht. Die Einleitungsbremse arbeitet mit einem Betriebsdruck von 5,3bar, die Zweileitungsbremse mit 7,3bar. Um nicht auch Radbremszylinder und ggf. Vorratsbehälter tauschen zu müssen, wurde zusätzlich ein Druckreduzierventil verbaut, das den max. Bremsdruck auf 5,3bar beschränkt. Solche umgerüsteten Anlagen sind auch heute noch in Betrieb, z.B. bei den 1,5 und 3-Tonnern der ersten Generation der BW.

Und noch ein Hinweis: Anhänger mit Einleitungsbremse dürfen weiterhin betrieben werden, allerdings ist die Betriebsgeschwindigkeit auf 25km/h beschränkt, solche Anhänger sind unabhängig von der Zulassung mit den bekannten 25km/h-Schildern zu versehen – die Sonderregelung für ex.DDR-Züge ausgenommen, die dürfen gem. Einigungsvertrag auch weiterhin (gibt es eine zeitliche Befristung???) so schnell fahren, wie sie wollen/können/dürfen..

Zulassungsfreie Anhänger mit Folgekennzeichen nach §3 FZV

a. Anhänger in land- oder forstwirtschaftlichen Betrieben, wenn die Anhänger nur für land- oder forstwirtschaftliche Zwecke verwendet und mit einer Geschwindigkeit von nicht mehr als 25 km/h hinter Zugmaschinen oder selbstfahrenden Arbeitsmaschinen mitgeführt werden,

b. Wohnwagen und Packwagen im Schaustellergewerbe, die von Zugmaschinen mit einer Geschwindigkeit von nicht mehr als 25 km/h mitgeführt werden,

c. fahrbare Baubuden, die von Kraftfahrzeugen mit einer Geschwindigkeit von nicht mehr als 25 km/h mitgeführt werden,

d. Arbeitsmaschinen,

e. Spezialanhänger zur Beförderung von Sportgeräten oder Tieren für Sportzwecke, wenn die Anhänger ausschließlich für solche Beförderungen verwendet werden,

f. einachsige Anhänger hinter Krafträdern, Kleinkrafträdern und motorisierten Krankenfahrstühlen,

g. Anhänger für Feuerlöschzwecke,

h. land- oder forstwirtschaftliche Arbeitsgeräte,

i. hinter land- oder forstwirtschaftlichen einachsigen Zug- oder Arbeitsmaschinen mitgeführte Sitzkarren.

Anhänger im Sinne des Satzes 1 Nr. 2 Buchstabe a bis c sind nur dann von den Vorschriften über das Zulassungsverfahren ausgenommen, wenn sie für eine Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr als 25 km/h in der durch § 58 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung vorgeschriebenen Weise gekennzeichnet sind.

Alle anderen Anhänger, egal welcher Bauart, Geschwindigkeit müssen zugelassen sein! Mit TÜV und eigenem Kennzeichen!

TÜV bis 3,5 Tonnen alle 2 Jahre.

Tüv bis 7,5 Tonnen jedes Jahr.

Über 7,5 Tonnen jedes 1/2 Jahr.

40km/h Zulassung alle 2 Jahre.

Oft sieht man auf Treffen jede Menge wilde Eigenbauten auf Anhängern die mit 25 km/h Schild ohne Zulassung gezogen werden… Dies ist VERBOTEN und kann zur Anzeige führen. Fahren ohne Zulassung !! zb. Ein Wohnwagen darf nicht ohne TÜV und Zulassung mit 25 km/h Schild hinter einem Schlepper gezogen werden, um zb auf Schleppertreffen zu fahren.